HOTEL IN DEN ALPEN
© 2010 BARBARA.BREMBS
Der Baukörper entwickelt eine amorphe Formensprache aus und mit dem umliegenden Gelände. Die fließende, weiche Form korrespondiert mit der Philosophie des Wellnesshotels als Ort der Entspannung und Ruhe. Die Grundform entspricht einer dreiarmigen Wellenform mit den geschwungenen Seitenflügel jeweils im Winkel von max. 120° zueinander. So entstehen keine Sichtbehinderungen im Inneren und die eingebogene Form der Seitenarme gibt den umfassten Außenflächen Halt. So lassen sich drei verschiedene Räumlichkeiten im direkten Außenbereich unterscheiden:
Erschließung Außen________
Das nordöstliche Areal dient als Vorplatz der Erschließung und Parkierung mit Fahrzeugen. Ein zweigeschossiger Rücksprung in der Fassade definiert die Vorfahrt und den Haupteingang des Hotels. Darüberhinaus befinden sich auf dieser Seite Eingänge zum A la Carte Restaurant und Sportequipementverleih sowie der Personaleingang. Die Nähe der Andienung zum A la Carte Restaurant am Ende des Nordflügels ist wegen der völlig konträren Nutzungsszeiten (Anlieferung Morgens / A la Carte Restaurant Abends) kollisionsfrei. Die Tiefgarage ist ebenerdig zugänglich, so möglich über den Einschnitt in das ansteigende Gelände.
Entlang der Südseite verläuft parallel zum Hotel die renomierte Skiloipe die Sommers auch als Wanderweg dient. Aus diesem Grund befindet sich hier südlich sämtliche Tagesgastronomie des Hotels um auch externe Gäste anzulocken. Mit den bewirteten Terassen, Restaurant, Cafe und abends Bar stellt das Südareal den Sozialisierungsbereich für externe und interne Gäste. Der nordwestliche Bereich dient als eine Art Ruhezone und Puffer für Kaminzimmer, Seminarräume und Abends als Garten zum A la Carte Restaurant hin beleuchtet.
Erschließung Innen_________
Die Gästezimmer in den oberen Geschossen sind sämtlich von gleicher Raumtiefe und fügen sich entlang der Außenwand wie ein „Band aus Zimmern“. Das ermöglicht eine standardisierte und gleichwertige Raumausstattung aller Zimmer. So bestehen die Bäder beispielsweise aus vorgefertigten Systemmodulen. Die hochwertigen Räumlichkeiten an den Enden der Gebäudeflügel sind für Luxus-Suiten vorgesehen. Der zentrale Kernbereich zwischen den drei Seitenflügeln ist über alle Obergeschosse hinweg als offener Luftraum konzipiert.
Die zentralen Deckenöffnungen bis unters Dach ermöglichen einen lichtdurchfluteten, transparenten Zentralbereich im Erdgeschoss. Hier befinden sich neben Haupteingang, Empfang und Lobby auch Sitzmöglichkeiten mit Bewirtschaftung durch das Cafe / Bar (abends). Die Räumlichkeiten für Rezeption / Büros und Sportequipementverleih liegen thematisch und räumlich gruppiert am Haupteingang zur Nordseite hin. Der Seminarbereich liegt im ruhigeren erdgeschossigen Nordflügel mit Panoramablick im Einflussbereich aller notwendigen Versorgungs-möglichkeiten: Aufzug aus der Küche, Cafe/Bar, Toiletten usw.
Eine zentrale Treppenanlage führt vom Foyer aus ins Untergeschoss: Hier befindet sich ein zentraler Erschließungsbereich mit Küche, Toiletten, Aufzug, Treppen, der mehrere umliegende Zonen versorgt: Kaminzimmer, Buffetrestaurant, A la Carte Restaurant. Diese Aufenthaltsbereiche für Gäste liegen im „1. UG“ nicht unterirdisch, sondern sind wegen des niedrigeren Bodenniveaus im Süden und Nordwesten ebenerdig nach Außen. Freie Ausblicke, Lichteinfall, Ausgang ohne Niveausprünge. Offener Luftraum zum erdgeschossigen Foyer hin.
Die Küchen und Dienstleistungsbereiche dagegen liegen unterhalb des Foyers und somit zentral, größtenteils unterirdisch und mit ebenerdiger Direktanbindung an die beiden Restaurants. (Kellner müssen keine Treppen steigen!).
Ebenfalls im 1.UG aber nur über ein separates Treppenhaus / bzw. den Wellnessaufzug erreichbar liegt der hoteleigene Ruheraum am Ende des Ostflügels. Hier hat der Raum über eine unterirdische Direktverbindung Anschluß an das Spa unmittelbar östlich des Hotels.


